Verfasst von: velspolhessen | Januar 28, 2021

Änderung der PDV 300

 

Bei der Innenministerkonferenz Anfang Dezember 2020 kam die PDV 300 auf den Tisch.

Die Polizeidienstvorschrift 300 regelt die „Ärztliche Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit und Polizeidienstfähigkeit“ und ist das Regelwerk für den Körper-/Gesundheitszustand beim Zeitpunkt der Einstellung in den Polizeidienst. Für trans* und inter* Personen war es bislang nahezu unmöglich aufgrund der Vorschriften der PDV 300 in den Polizeidienst eingestellt zu werden. In der Vergangenheit hatten auch wir in Hessen dazu „keine gute Figur gemacht“, wie dem Artikel zu entnehmen ist.

Sie ist seit dem 01.01.2021 bundesweit in Kraft treten. Es wird nicht länger in Voraussetzungen für Männer vs. Voraussetzung für Frauen unterschieden, sondern einheitliche Standards verwendet! Zudem spielen weder Geschlechtsorgane noch Hormonwerte länger ein Rolle. Brustimplantate stellen ebenfalls kein Ausschlusskriterium da. Es wurden somit alle Barrieren für trans* und inter* Personen gestrichen, welche laut Joschuas Diplomarbeit als eindeutig diskriminierend einzustufen waren.

Es bleibt abzuwarten, ob es sich in der Praxis entsprechend positiv bemerkbar macht oder ob andere Gründe vorgezogen werden, um trans*/inter* an der Einstellung bei der Polizei zu hindern.

Am 21.01.21 fand ein Exklusivinterview mit unserem Vorsitzenden Joschua Thuir statt um diese positive Wende und die Eröffnung der Laufbahn in den Polizeivollzugsdienst für trans* und inter* Personen in die Medien zu bringen.

Unten angehängt findet ihr die Pressemeldung von VelsPol Deutschland / Fachgruppe trans* zum Thema PDV 300.


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